Risiko SchwarzGelb

Wir sind online. Wir sind Opposition.

Der ewige Koch

RK

Roland Koch. Roland Koch. Roland Koch. Roland Koch. Roland Koch. Wenn man diesen Namen nur oft genug liest und hört, wird es schon besser, dachte ich mir und versaute mir mit diesem Mantra meinen Samstagabend, seit plötzlich durch die Medienlandschaft geisterte, das besagter Roland Koch (seines Zeichens Ministerpräsident des Landes Hessen) vielleicht und unter Umständen das Finanzministerium übernehmen könnte. Roland Koch. Roland Koch. Roland Koch. Und, wirkt es bei Ihnen?

Natürlich hat der Hesse umgehend dementiert, dass er nach Höherem strebt und betont, dass er viel lieber in Wiesbaden bleiben möchte. Schauen wir mal.
Umso erstaunlicher, dass er sich im Moment augenscheinlich dazu berufen fühlt, sich betont oft und offen zu finanzpolitischen Themen und Steuerdingens zu äußern und zu positionieren.

Gehen wir also mal davon aus, dass dieses Gerücht auf dem fruchtbaren Boden gewachsen ist und nehmen wir mal an, der junge, dynamische Hesse könnte wirklich Finanzminister werden.

Macht es jetzt Sinn noch einmal alle Skandale und Skandälchen dieses Herrn aufzuzählen?
Nicht wirklich.

Wie würde eine Finanzpolitik von Koch aussehen?
Wahrscheinlich genauso, wie er bisher immer gemacht hat:

Die Zeiten sind schwierig, die Krise schlägt jetzt voll auf den Arbeitsmarkt durch, die Staatskassen sind leer. Kein Spielraum für Steuersenkungen oder Geschenke an die Bürgerinnen und Bürger. Und schon gar nicht, wenn man dennoch versprochen hat, die so genannten “Leistungsträger” zu entlasten. Was wird er also tun, der Herr Koch, wenn keine medienwirksame Politik zu machen ist?

Nun, wenn die Situation richtig eng wird, holt Roland Koch die Migranten und Migrantinnen aus seiner angestaubten Kampagnenkiste. Das war 1999 schon so, als er mit der Unterschriftenaktion gegen die doppelte Staatsbürgerschaft polemisierte und damit wissentlich in Kauf nahm, das an den Wahlstände gefragt wurde, wo man gegen Ausländer unterschreiben könne.

Dann kündigte er ein Burka-Verbot in öffentlichen Schulen an, was sich als Geisterdebatte herausstellte, weil es in Hessen keinen einzigen “Burka-Fall” gab. (Landesbeamte durften zu diesem Zeitpunkt aber auch schon kein islamisches Kopftuch tragen)

Später kam der Wahlkampf gegen A. Ypsilanti in Hessen. In den Umfragen weit zurückliegend, vor allem wegen der miserablen Bildungspolitik im Land, nutzte er die damaligen furchtbaren Geschehnisse in der Münchener U-Bahn um gegen kriminelle Ausländer zu polemisieren. Er setzte wieder auf die Diskriminierungskarte. Letztendlich hat es Koch nichts gebracht und er wurde medial, als auch von seiner Bevölkerung als Spalter entlarvt. Und so hätte er auch beinahe die Mehrheit in Hessen verloren. Hätte.

Wenn man das jetzt konsequent weiter denkt und diesen Herrn in Berlin, ausgestattet mit den Insignien der finanzpolitischen Macht in Deutschland sieht, inklusive Anwesenheitspflicht auf dem weltweiten Krisenparkett … Ich wünsche mir jetzt schon Peer Steinbrück zurück. (Der im bestem Fall sowieso besser mit Frau Merkel zusammengearbeitet hat, als es Koch jemals wollte und könnte.)

Ich halte es deshalb auch in Zukunft ganz mit Frau Merkel:

NEU! Social Bookmarks - unter jedem Artikel:
Getaggt als: , , , ,

11 Kommentare

  1. Die SPD`ler sind einfach schlechte Verlierer…. Vielleicht sollte man mal der Presse stecken was sie hier treiben….

  2. Wieso schlechte Verlierer? Man muss auch kritisch hinterfragen, was Schwarz-Gelb so fabrizieren, deshalb ist dieses Projekt ne Super-Sache :)

  3. Achja und außerdem ist das ein privates Projekt…

  4. Also Roland ist ein begnadeter Politiker. Einer der Besten die wir jemals in Deutschland hatten.

    Es wäre ein Gottes Geschenk würde er sich nun für das Wohl aller Deutschen einsetzen, so wie er es für seine Hessen tut.

    Man kann sich nur freuen wenn er es wird.

    Hochachtungsvoll,
    Ben

  5. h n prvts Prjkt…. S n Zfll wnn mn sch nscht whr ds Ghlt kmmt…

    Mths Rchl
    gbrn m 06. prl 1981 n Frnkfrt (dr)

    St 12/2008 – ht
    Bttr. gntr für Wrbng GmbH
    Txt ∓ Knzpt
    Krtv Ltng dr Kmpgnn: SPD Prtvrstnd, SPD Bndstgswhlkmpf 09, SPD rpwhlkmpf 09, SPD Thürngn Lndtgswhlkmpf 09, SPD Schsn Lndtgswhlkmpf 09. Wr ngstzt n dr SPD Whlkmpfzntrl “Nrdkrv” 2009.

    [Wo sind die ganzen Vokale hin?]
    Markus Kromer hat sich entschieden hier mit einer Troll-Maske aufzulaufen. Deshalb werden diese Kommentare auch so behandelt.
  6. @Markus Ahja und sind normale SPD-Mitglieder, was der Herr gepflegt verheimlicht hat..

    Und außerdem was spielt das für eine Rolle, wer der Arbeitgeber von den Autoren ist? Die SPD ist übrigens nicht der Arbeitgeber sondern Butter, die auch für andere Unternehmen die Kampagnen plant…

    Also am Thema gepflegt vorbeigeschrieben ;)

  7. Das ist doch alles sehr durchsichtig. Eine versteckte Kampagne der SPD Nordkurve.

  8. Was für ne Kampagne?? Es ist eine kritische Begleitung von vorhersehbaren Schwarz-Gelben Regierungsmurks und das darf doch erlaubt sein. Außerdem können auch andere Leue hier bloggen.

    Und außerdem gibt es die Nordkurve nicht mehr und Wahlkampf ist seit dem 27.09.2009 vorbei!

  9. st r ds?

    ch glb ncht, Jns!

    D bdn BTTR vm Brt Nhmr snd nch mttn drn.

    Hbn d gntlch hrn Jb vrlrn?

    Mn hört d s Grücht…

    [Wo sind die ganzen Vokale hin?]
    Ben Wisch hat sich entschieden hier mit einer Troll-Maske aufzulaufen. Deshalb werden diese Kommentare auch so behandelt.
  10. Für Roland Koch wäre es doch das beste, was er machen kann… Gen Berlin abzudampfen. In Hessen ist er verbraucht, hätten sich die hessischen Genossen nicht so dämlich angestellt, wäre er ja auch schon lange nicht mehr da. Die nächste Wahl kommt bestimmt, wir sicherlich nicht einfacher für ihn, wenn er also irgendwie an der Macht bleiben will, in welcher Form auch immer, dann sollte er gen Berlin wechseln. Wo er vermutlich länger bleiben würde, als dies in Hessen noch der Fall ist

Trackbacks

  1. Flugphase » Wir sind online. Wir sind “beleidigte Leberwürste”.

Hinterlass einen Kommentar